Tervueren "von Scathach" - Belgische Schäferhunde seit 1999 NEWS F-litter DOB 22.07.2020<<
Tervueren "von Scathach" - Belgische Schäferhunde seit 1999         NEWS F-litter DOB 22.07.2020<<

Trächtigkeitstagebuch F-Wurf

20.07.2020 (Mo) - Tag 58 der Trächtigkeit - der finale Eintrag vor der Geburt :)

 

Für alle fleißigen Leser. Dies ist der finale Eintrag vor der Geburt.

Unser 'Tönnchen' ist in den letzten Tagen zur 'Tonne' mutiert :). Die letzte Woche war wirklich superschön! Bis auf die 4 Tage etwas weicher Kot durch die Futterumstellung und natürlich auch Organsortierung haben wir jeden Tag mit Dheli genoßen. Sie ist einfach so wunderbar und unkompliziert. Es macht wirklich große Freude es ihr einfach nur gutgehen zu lassen. Sie dankt es mit absolutem Vertrauen und sucht noch mehr meine Nähe als sonst. Mit ihrer Tochter Enigma hat sie wohl auch gesprochen. Enigma ist ihrer Mutter gegenüber nicht wiederzuerkennen. Sie geht ihr weder bewußt auf die Nerven, noch macht sie Enigmatypische körperlich sehr forsche Spielaufforderungen, noch regiert der sonst so massive Futterneid, noch drängt sie sich zwischen Dheli und mich (was normal für Enigma mehr als typisch ist.. neben Frauchen ist nur ihr Platz).. usw. Die Entwicklung lässt mich hoffen eine gute Welpenzeit zu verbringen mit einem wie es scheint wertvollem 'Babysitterhund' Enigma.. Ihr Verhalten lässt hoffen. Tatsächlich etwas kitschig harmonisch im Moment :).. Wenn die Hitze es dem 'Tönnchen' nicht gerade schwer macht, ist Dheli wirklich noch gut und gerne auf eine gemütliche Art mobil und echt gut drauf. Irgendwie zufrieden. Eine wunderschöne 'Tragende'! 

Sie ist seit Tagen die Ruhe selbst. Sehr wenige Zeichen von Unruhe. Die Welpenkiste wird auch nicht mehr so rabiat umgeräumt. Sie scheint ihr Nest 'vorerst' gerichtet zu haben und liegt von sich aus oft und gerne darin. Wir haben uns entschlossen ein seperates Welpenzimmer, wie damals bei Abby und Akasha zu nutzen. So ist der werdenden Mutter Ruhe garantiert. Mit einer zweiten Hündin weiß man nicht unbedingt aufs Erste wie es wäre.. Um da keine Experimente zu machen während der Vorgeburts- und Geburtsphase haben wir so entschieden. Ausschlaggebend war natürlich auch dass Dheli das Angebot super angenommen hat. Wenn nach ein paar Tagen oder einer Woche weiterhin alles problemlos ist, kann man immer noch ins Wohnzimmer ziehen wo für später etwas mehr Platz ist. 

Der Bauch hat sich deutlich am Tag 56 gesenkt und seither sind noch stärkere Welpenbewegungen zu spüren. Mittlerweile nicht mehr nur am Unterbauch, sondern sogar in Seitenlage. Man kann richtig die Pfoten oder den Kopf spüren. Heute war ein Kandidat besonders hartnäckig. Ihm hat seine Lage nicht gefallen und ist wirklich mit viel Temperament dagegen gegangen. Dheli bleibt da total ruhig und entspannt! Ich selbst bin wirklich total fasziniert wie die Zwerge bereits agieren. Dhelis Appetit ist insgesamt gut. Mal der totale Hunger, dann wieder normal und eher pausierend um es etwas später komplett einzuverleiben. Viel Platz ist wirklich nicht mehr in dem Körper. Sie teilt es sich gut ein. Die Temperatur zeigt noch keine Abfälle, welche auf baldige Geburt hinweisen. Meiner Meinung nach sind die meisten Zwerge dem Verhalten unter der Bauchdecke fertig. Ich tippe auf max 3 Tage noch. Dheli ist noch sehr ruhig. Bis auf ein stolz gebuddeltes Loch im Garten ist es im Moment einfach nur die Ruhe vor dem Sturm. Gut ist den Tag 57 gut rumgebracht zu haben.. Davor wären die Welpen schlecht überlebensfähig, ab hier ist die Entwicklung weiterhin enorm und jeder Tag macht sie kräftiger. Dennoch werden Welpen als 'Nesthocker' geboren, dass heißt völlig abhängig und mit geschlossenen Lidern und Gehörgang. Selbst Teile der Organe sind noch nicht vollständig ausdifferenziert, wie z.B. die Lunge. Ab jetzt heißt es Daumen drücken. So schön alles im Moment sein mag oder auch später wenn alles hoffentlich gutgegangen ist, so sehr geht der Fokus auf die Geburt. Ich bin sehr konzentriert und fokkusiert, alle Eventualiäten sind im Kopf durchgespielt. Das Auto ist für den Notfalls geräumt. Alles ist vorbereitet im Welpenzimmer. Ich rechne mit sicher zwei schlaflosen Nächten. Die eine Nacht in der die Hündin in die Vorbereitung geht und man selbst jedoch nie ganz ausschließt ob es nicht doch plötzlich so weit ist und dann die Nacht in der sich wieder alles beruhigt und alle etwas erschöpft sind.. naja und es dann jedoch tatsächlich los geht :).. Der Beginn der Geburt, die Geburt selbst und das letzte Austreiben der letzten Fruchthülle und des letzten Welpen.. das ist wirklich ein unbeschreibliches Kapitel für sich. Früher bin ich bei Minusgraden den Kettenhunden beigestanden. Habe Welpen beweint, die nicht zäh genug waren die ersten Minuten und Stunden durchzustehen oder die wirklich gnadenlos von der Mutter nicht angenommen wurden. Habe ihr Leben manchmal gerettet, wenn die Hündin diese dann auch angenommen hat und manchmal auch nur gerettet, damit sie am nächsten Tag von Menschenhand aussortiert wurden, da es sonst zu viele wären. Manche habe ich später von Jahr zu Jahr begleitet bei meinen Besuchen im Ausland und mich erinnert an ihre ersten Stunden..Spannend waren die Kämpferwelpen, die wirklich allen Widrigkeiten zum Trotz überlebten. Hier und jetzt findet alles zumindest nach außen wohlbehütet statt.. Wir sitzen nicht in einem Lehmloch ohne Stroh und Wasser. Trotzdem ist alles gleich. Der Geburtsvorgang ist gleich, sensibel und gleichzeitig gnadenlos. Die Mütter gebären überall gleich. Die Mütter steuern meiner felsenfesten Meinung nach 'den Moment' so gut es ihnen irgendwie möglich ist. Diesen 'Moment' gilt es zu spüren und im 'geschlossenen' Züchterhaushalt die Rahmenbedingungen für die Hündinnen zu schaffen. Das ist meiner Meinung nach das A und O rund um die Geburt. Hundemütter, Tiermütter und Menschenmütter sind einfach unglaublich und einfach nur stark und verdammt toll! Das muss an dieser Stelle doch nochmal festgehalten werden. Wie immer stehe ich 'nur' bei bei der Geburt. Auch früher schon hatte ich bei den völlig fremden Hündinnen den Eindruck, dass bestimmtes Verhalten von Ihnen sehr dankbar angenommen wird. Einfach der Beistand, die Kraft, das 'Nichtstören', jedoch auch das Bewachen... Ich vergesse nie die gerade beginnende Austreibungsphase einer mißtrauischen, unsicheren, unterernährten Kettenhündin mitten in einer Winternacht, als sich unerwartet ein fremdes Rudel von drei hungrigen Streunern nähert. Die Hündin hatte wirklich Stress. Dies hat mir so Kraft gegeben, dass ich mich mit meinen ich glaube damals 12 Jahren dazwischenstellt und alle Versuche der Streuner näher zu kommen abblockte mit Stöcken und allem was ich gefunden hatte. Einer hätte mich mehrmals fast gebissen. Irgendwann nach langem hin und her zogen sie davon. Ich war trotz der eisigen Kälte schweißnass vor Angst und Adrenalin in der Dunkelheit.  Die Hündin hatte jedenfalls in der Zwischenzeit einen Welpen geboren, der zweite war gerade unterwegs. Sie war mir gegenüber wie ausgewechselt und voller Vetrauen für die weiteren Wochen. Bevor ich in der Nacht in das Haus meiner Tante zurückging habe ich die Hündin zum Schutz komplett mit Brettern zugebaut bis zum Morgengrauen. Im Morgengrauen wurde das Rudel wohl nochmal an der Hütte der Hündin gesehen von den Besitzern. Jedoch kamen sie nicht an die Welpen ran. Das Jahr darauf lebte die Hündin nicht mehr, sie wurde vergiftet, jedoch hatte ich die drei von vier Welpen unterbringen können und konnte diese über Jahre beobachten und besuchen.  Trotz aller Unterstützung stemmen die Mütter alles allein! Instinktsichere Hündinnen wissen im Moment der Geburt mehr über ihre Welpen, als wir es jemals ahnen können. Die Selektion beginnt 'normal' während der Geburt. Hündinnen auf der Straße und an der Kette haben meiner Beobachtung nach meist 1 bis 2 'Verluste' allein schon in den ersten Minuten und Stunden. Weitere folgen nach kurzer wenigen Tagen oder Wochen. Bei jedem kontrollierten Züchterwurf hat man genau gleich das eine oder andere 'Sorgenkind', was in der Natur gnadenlos der 'Verlust' wäre. Oft nur für wenige Minuten oder Stunden. Manchmal 1-2 Tage. Jedoch greift man doch als Züchter ein. Natürlich lasse ich nicht zu, dass ein Welpe zum Beispiel im Fruchtwasser ertrinkt oder ggf. die Bauchdecke aufgerissen wird oder bei größeren Würfen abseits zu lange liegt bis er schwächer wird (wobei ich mich hier sehr zurückhalte und nur minimals kurz mal animiere.. Finden musste den Weg bisher jeder der Kleinen. Ich denke das ist sehr wichtig)...  Jedoch bin ich hauptsächlich einfach nur da und sehe was passiert, stärke die Hündin mit Beisein, schütze sie vor Störungen und lasse sie zwischendurch kurz raus und greife wirklich nur ein, wo es tatsächlich notwendig wäre. Auf die Hündin liegt das Augenmerk. Schnell können Hündinnen Eklampsie bekommen oder ein Welpe bleibt zurück und vergiftet die Hündin etc. etc.  Drückt uns die Daumen! Wichtig ist, dass Dheli alles gut übersteht! Alles andere ist erstmal zweitrangig. Habt noch etwas Geduld. Ich melde mich nach spätestens 2-3 Tagen nach der Geburt bei allen Interessenten persönlich :)

12.07.2020 (So) - Tag 50 der Trächtigkeit

 

Dhelis Bauch hängt nun schon ziemlich und wackelt hin und her. Sie wird liebevoll 'Tönnchen' genannt. Die Welpen müssten bereits voll beharrt sein. Dafür fängt die Hündin an Fell zu verlieren am Bauch. Quasi ein geben und ein nehmen. Ein rapides Wachstum hat begonnen im diesem letzten Drittel der Trächtigkeit. In den bisher knorpeligen Knochen der Föten beginnt die Verkalkung. Die Welpen können nun gut unter der Bauchdecke ertastet werden. Die Welpen haben ca 75% ihres Geburtsgewichtes und sind ca. 10-12 cm groß. In den frühen und späten Morgenstunden wandert Dheli zur Welpenbox und türmt alle Decken zu einem Deckenberg und legt sich nach getaner Arbeit zufrieden und hechelnd daneben. Vereinzelt setzen bereits leichte Senkwehen ein, die nach einer Weile hecheln und etwas Unruhe dann wieder gehen. Dann streckt sie sich grunzend und schläft wieder entspannt ein. Normal wie der Körper arbeitet. Dhelis Apetit ist ungebrochen. Zum Glück. Sie wird Kraft brauchen. Ihre Spaziergänge genießt sie weiterhin, jedoch klappt es mit dem sich genüßlich wälzen nicht mehr so graziös (beim kühlen Nacht- und Morgengassi wälzt sie sich doch noch erfolgreich im feuchten Gras von einer Seite zur anderen.. Tagsüber in der Hitze lässt sie die Schwerkraft ab der Mitte der Drehung  wieder zurückplumpsen :) und auch die Gangart ist  zwangsläufig behäbig.  Um einen Lagerkoller zu vermeiden fahren wir hin und wieder mit dem Auto an schöne Stellen, jedoch nur noch im Fußraum beim Beifahrersitz um unnötiges hohes Einspringen zu vermeiden. Ansonsten ist fressen und chillen im Kühlen angesagt. Kühlen ist auch bei den Welpen angesagt. Diese beginnen tatsächlich im Mutterleib zu hecheln. Dadurch schützen sie sich quasi schon vor der Geburt vor Überhitzung. Enigma ist erstaunlich zurückhaltend zu ihr, denn gibt sonst anderst Gas mit der Mutter. Im Vorbeigehen schleckt sie die Mami liebevoll am Maul, oder legt sich in Ruhe neben sie sofern sie neben Dhelis voluminösem Körper Platz findet (grins) und sonst lässt sie sie größtenteils in Ruhe. Auch sie zeigt offensichtlich Veränderung. Normalerweise würgt und belästigt sie die Mutter so lange bis diese entweder mitmacht oder sich genervt verzieht. Nun, es geht in den Endspurt...Noch ca 1,5 Wochen...

09.07.2020 (Do) - Tag 47 der Trächtigkeit

 

Dheli beginnt Nahrung in den Garten bringen zu wollen und zu horten. Ein sicheres Zeichen für die Zielgerade. Wenn die Welpen erstmal da sind ist sie da kaum mehr zu halten. Da wird vorgewürgt bzw. den Welpen alles gebracht was möglich ist. Stellenweise muss man da eingreifen und bremsen bevor sie da zu selbstlos wird. Ihr Instikt ist da wirklich sehr ausgeprägt. Da wir jedoch nicht in der Wildnis am Hungertuch nagen und den Welpen nach einigen Wochen zufüttern, muss Dheli da nicht komplett alles von sich geben.

05.07.2020 (So) - Tag 43 der Trächtigkeit

 

Seit Donnerstag (Tag 40) spürt man nun regelmäßig kräftige Bewegung am Bauch.. Davor war es eher wie eine zarte zufällige Schmeterlingsberührung. Die Party in Dhelis Bauch scheint zu beginnen..:)

Party macht auch Dheli seit gestern. Sie hat sich ohne mit der Wimper zu zucken quasi in die 'Höhle des Löwen 'Enigma' begeben. Normal wagt sie es nicht in das alleinige Königreich ihrer Tochter. Gestern war ihr alles gleich. Sie ist rein in Enigmas Box und hat alles umgeräumt und sich auf den Berg Decken gelegt und glücklich vor sich hin gehechelt... Enigma hat es nicht fassen können, sie jedoch unerwartetweise gewähren lassen. Sie wurde daher mit ihrem priviligiertem Platz neben mir belohnt. Hat Dheli jedoch keine Sekunde aus den Augen gelassen. Ich nenne es eine 'temporäre Neuformierung'.. Ebenso wie das Futterphänomen. Futter wird grundsätzlich weder von der einen, noch von der anderen geteilt. Da herrscht Egoismus pur.. Schlimmer als Dheli ist jedoch die Kleine.. Da kommt Dheli normal auf keinen Meter ran. Die beiden scheinen auch hier eine mit Sicherheit 'temporäre' Friedenspfeife geraucht zu haben. Dheli durfte vor drei Tagen (interessanterweise parallel zu der beginnenden Welpenparty im Bauch) ohne großen Widerstand Enigmas Fressen leerfuttern und die 'Kleine' überlässt es ihr. Fast wie mit Absicht. Faszinierend. So musste ich die 'Kleine' nochmals nachfüttern. Da ich immer schon der Überzeugung bin, dass die Hunde für sich klüger sind, als es je für sie irgendein Mensch arrangieren könnte, war das für mich das endgültige Zeichen  futtertechnisch nicht nur qualitativ sondern nun quantitativ zu erhöhen. Da hatte ich mir wohl zwei, drei Tage zu lange damit Zeit gelassen.  Exakt seit es nun eine Extra Mahlzeit für Dheli gibt, ist wieder alles beim Alten :).. Absolut phantastisch.

 

Zur generellen Info:

Ist die Fütterung bedarfsgerecht eingestellt und die Zuchthündin in ihrer Zuchtkondition, braucht man normal bis Ende der fünften Woche und damit gut der Hälfte der Trächtigkeit, nichts im Großen zu verändern. Die befruchteten Eier leben vorerst in Embryothrophe und nisten sich erst in der 3./4. Trächtigkeitswoche in den Gebärmutterhörnern ein. Erst jetzt beginnt die Versorgung durch die Mutterhündin und damit ein leicht erhöhter Bedarf. Da sich die Eizellen vor der Einnistung schon mehrfach geteilt und einen gewissen Stoffwechsel gehabt haben, sind auch Stoffwechselprodukte angefallen. Diese werden beim Einnisten in die Blutbahn der Mutter abgegeben und häufig leiden die Hündinnen daher in der 3./4. Trächtigkeitswoche an Appetitlosigkeit und Erbrechen. In dieser Zeit sollte die Hündin auch etwas geschont und keine Futterumstellung durchgeführt werden. Da sind wir wie jedoch, wie in Einträgen davor beschrieben bereits schon durch. Je nach Körperzustand der Hündin wird die Futtermenge ab der 5. Woche auf das 1,2-fache bis 1,5-fache (schlanke Hündin oder großer Wurf) erhöht. Wurde die Ration vorher bereits bedarfsdeckend erstellt, kann mit dieser Ration der erhöhte Bedarf an Protein, Energie, Vitaminen und Mineralien sicher gedeckt werden.

 

Dheli ist jedenfalls gut drauf und verschmuste wie eh und je. Sie läuft jedoch immer mehr wie ein Tönnchen rum und die Hitze ist in so einem Zustand auch nicht gerade der Hit. Siesta und Spaziergänge im Schatten oder Wasserwaten ist nun gefragt. 

29.06.2020 (Mo) - Tag 37 der Trächtigkeit

 

Die Finger der Feten sind vollständig getrennt und gespreizt, die Krallen ausgebildet. Selbst die Tasthaare sind sichtbar. Die Ausdifferenzierung der Organe findet statt und ein rasches Wachstum generell. 

Dheli ist viel am Ruhen und trinkt etwas mehr Wasser. Der Appetit ist wieder merklich vorhanden. Die Besucher knuddeln sie durch und schöne regelmäßige Spaziergänge sind angesagt. Die Gewichtszunahme ist (noch) gering, auch wenn der Bauchumfang zunimmt. Sie läuft deutlich träger, ist jedoch denoch fröhlich sofern es nicht gerade heiß und schwül ist. Ein paarmal waren wir noch Fährten, damit sie nicht komplett auf dem Abstellgleis steht. Sie ist regelmäßiges Training gewöhnt. Beim Fährten hat sie richtig Gaudi! Lustig das Gefühl mit der Mutter und bereits den Welpen im Mutterleib zu fährten :).. 

 

Am Tag 31 waren wir beim Ultraschall, der die Trächtigkeit auch nochmal bestätigt hat!  Die Anzahl kann nicht bestimmt werden. Es sieht jedoch nach einem mittelgroßem Wurf aus. Wir freuen uns sehr darüber <3. Sonst war ebenso alles soweit unauffällig und Dheli in guter Konstitution. 

21.06.2020 (So) - Tag 29 der Trächtigkeit

 

Die Ausbildung der Plazenta ist bis Tag 28 abgeschlossen. Am Ende dieser Embryonalperiode sind beim Hund alle wichtigen Organsysteme angelegt, die endgültige Körperform ist bereits in ihren Grundzügen erkennbar. Man spricht nicht mehr von Embryonen, sondern vom Fetus. Sterben die Fruchtanlagen bis zum 28. Trächtigkeitstag ab, werden sie meist unauffällig resorbiert. Durch Ultraschalluntersuchung kann die Trächtigkeit nachgewiesen werden. Wir werden diesmal am Tag 31 zum Ultraschall gehen. Die Hündin kann zähflüssigen klaren bis milchig trüben Schleim absondern, meist ein sicheres Zeichen für eine Trächtigkeit. Heute war dieser etwas ersichtlich, wobei eigentlich jedoch die Vermischung des Auflusses mit Resten des Speichels von Dheli. Sie ist sehr reinlich. Daher denke ich dass Ausfluss da war. Die Zitzen sind augenscheinlich angeschwollen. 

Während der Organgenese bis zum 35. Tag sind die Welpen äußerst empfindlich für äußere Einwirkungen wie Medikamente, Impfungen, Röntgenstrahlen, Vitaminmangel und –überversorgung, Überhitzung (z.B. im Auto), Umweltschadstoffe (z.b. Düngemittel in Pfützen) diese sind unter anderem verantwortlich für Fehlbildungen! Wir versuchen alles im normalen Bereich zu halten, Dheli alles an Futter zu geben was sie während dieser Phase braucht, ihr ausgedehnte Spaziergänge und Gartenaufenthalte zu gönnen. Kondition zu erhalten ist wichtig und ihr die Gelegenheit zu geben Kräuter und Gräser zu fressen. Davon macht sie zur Zeit ausgiebig Gebrauch. Beim Laufen sieht man von hinten bereits ein kleines Bäuchlein hin- und herwanken. In Rückenlage senkt sich der Unterleib nicht mehr ab. Seit dem Decken hat sie sich kein einziges Mal mehr auf ein Spiel mit ihrer Tochter eingelassen. So anhänglich sie ist, so unbequem wird es und steht eher und schneller mal auf um sich umzupositionieren. Beim Spaziergang trottet sie jetzt schon öfter total behäbig neben einem, so dass sie streckenweise sogar von meinem Patenkind problemlos geführt werden kann. Wobei sie da extra brav ist. Dheli ist wirklich eine Liebe.. 

 

10. - 12.06.2020 (Fr) - Tag 18 bis 20

 

Fast bilderbuchmäßig fängt Dheli an schlechter zu fressen. Ihr scheint übel zu sein. Einen Tag unterbricht sie das Fressen komplett. Seither frisst sie gut bis sehr gut. Jedoch nicht mehr wie ein Scheunendrescher. Die Portionen werden kleiner dafür mal extra eine, und hochwertiger. Die Einnistung der Embryonen in die Gebärmutter und die Ausbildung der Plazenta beginnt. Jeder Embryo hat jetzt seinen festen Platz. Manchen Hündinnen ist um diese Zeit schlecht. In der Regel ist diese Fressunlust nur von kurzer Dauer, sie kann ½ Tag bis zu drei Tagen betragen. Die Hündin ist jetzt sehr anhänglich.

07.06.2020 (So) - Tag 15 der Trächtigkeit

 

Dheli ist müder, verfressener und mir gegenüber noch viel anhänglicher. Auf der Couch liegt sofort Dheli den ganzen Abend neben mir und verdrängt die Tochter. Wälzt sich noch lieber als sonst in Marderdreck... Ich bilde mir eine Wölbung vom Unterlaib ein. Die Bewegungen sind eindeutig anderst.. Sie immer wieder im Zimmer in dem die noch unvorbereitete Welpenbox steht, anstatt ein Stockwerk höher auf ihrem Lieblingsplatz... Eigentlich könnte man sich den Ultraschall nächste Woche als Diagnostik sparen, jedoch kann bis dahin natürlich auch z.B. ein stiller Abort passieren oder man erkennt beim Ultraschall generell ob alles im grünen Bereich ist. Es bleibt spannend..wir genießen nochmal die Ruhe und lassen es Dheli einfach gut gehen. Sie darf faulenzen, viel gemütlich laufen, jedoch auch Spaß haben mit lockerer Unterordnung ohne zackige Bewegung, Fährten... Der Fokus auf die Welpen kommt früh genug. 

24. + 25.05.2020 (So + Mo)

 

Sonntag in der Früh ging es ziemlich schnell zur Sache. Dheli wurde von Farell gedeckt. Die beiden waren sich schnell einig. Die Hunde wissen  ganz genau wann es so sein soll. Der Mensch ist einfach nur ein Beobachter.  Die beiden mochten sich sehr. Farell ist wirklich ein sehr charmanter und freundlicher Rüde. Perfekt für Dheli!# <3 

 

Nach dem Deckakt am Montag, in den ein Fuchs reinplatzte :), durften Dheli und Farell noch so lange zusammen bleiben wie sie wollten. Dann war das alles für die beiden erledigt. Dheli ist ins Auto und hat komplett ihre Autobox umgeräumt und die Decken in ein Knäul gebuddelt, sich dann draufgehockt und mich dann mit strahlenden Augen angesehen. Nach dem Motto: Fokus auf die nächste Aufgabe die Tragzeit. Das mit den Decken macht sie wirklich normal nicht. Diesmal schien sie mir vom ersten Tag an trächtig :)

 

Vielen herzlichen Dank an Fadia, die Besitzerin von Farell, welchen ihn mir zum Decken zur Verfügung gestellt hat! Vielen Dank auch für die Gastfreundschaft und natürlich dem Verein Bochum-Riemke, auf deren Gelände wir uns zum Decken tummeln durften. Vielen Dank überhaupt an liebe Freunde und Züchterkollegen für die Unterstützung und den einen oder anderen Telefon Support. Danke!

 

21.-23.05.2020

 

Aus reise- und verwandtschaftsbesuchtechnischen Gründen machten Dheli und ich uns gemütlich auf die Fahrt nach Bochum. Natürlich war es noch viel zu früh zum Decken. Jedoch durften die beiden sich trotzdem ausgiebig kennenlernen. Da ich Zeit hatte und nach der letzten chaotischen Deckodysee durch zwei Länder vom E-Wurf machte ich sicherheitshalber vor Ort noch am Freitag ganz in der Früh einen Progesterontest, welcher bei 6,1ng/ml war. Somit war gewiss, dass noch reichlich Zeit sein wird, und allerfrühestens Samstagabend die Bereitschaft einsetzen wird. Ich war immer noch super glücklich Farell in Kombination mit Dheli auserwählt zu haben.

Es war wie ein kleiner Urlaub inmitten eines Naturschutzgebietes mit vielen Pferden. Dheli hat entweder entspannt, spaziert oder sich vergnügt. Alles in allem bester Laune! Zudem durfte ich bei Bochum-Riemke beim IGP Training zuschauen, was immer interessant ist wie Hundesportkollegen trainieren. Samstagabend standen die Anzeichen auf 'das klappt bald' und ich schaute zuversichtlich auf den drauffolgenden Sonntag, an dem es dann problemlos gleich in der Früh zur Sache ging ;)

Kontakt:

Tervueren "von Scathach"

Irena Schwemm

Sonnenhalde 18

88147 Achberg

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Mobil:     0049 (0)170 7337203

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